Verein für Kultur & Geschichte von Hohenlockstedt e.V.
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Die kurze, aber einzigartige Geschichte von Hohenlockstedt
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- in zeitlicher Übersicht –
- 1210 Lockstedter Heide, Ort einer holsteinischen Landesversammlung
- 1625 König Christian IV. von Dänemark hält eine Heerschau ab vor Teilnahme am 30jährigen Krieg
- 1866 Zeltlager des preußischen Militärs, bisher noch keine feste Besiedlung der Lockstedter Heide
- 1870 Bau eines Barackenlagers für franz. Kriegsgefangene (ca. 5000) durch die Firma Adolph Hahn aus Osten nahe bei Stade, heute noch existent
- 1871 Auflösung des Lagers, Abtransport über Glückstadt mit dem Schiff nach Frankreich Franzosenfriedhof mit 65 Gefangenen und fünf deutschen Wachsoldaten, Errichtung eines Artillerieschießplatzes, Führer des 1. Arbeits- und Wachkommandos Vizefeldwebel Papst, Geburt des Sohnes Oskar, der später erster Besitzer des Gasthofes „Zum Landhaus“ wurde.
- Entstehung von Läden und Handwerk des täglichen Bedarfs, Namen der ersten Familien: Schröder, Schütt, Hinsch, Hülsing, Hahn, Sibbert, Alws.
- 1881 Kaisermanöver mit Truppenparade vor Vertretern vieler Nationen, Bau der Kaiserbaracke
- 1889 Fertigstellung der Bahnlinie Itzehoe-Wrist
- 1896 bis 1898 Erweiterung des Schießplatzes durch Ankauf vonTeilen der umliegenden Dörfer Lohbarbek,
Mühlenbarbek, Lockstedt, Ridders, Schlotfeld,
Bücken (4500 ha)
- 1900 Bau des Wasserturms und einer zentralen Abwasserbeseitigung nach dem Vorbild Danzigs, Wasserturm mit Korbball als Signalgeber bei Manöverschießen, im Zielgelände 8 Beobachtungsbunker und zwei Türme sowie Scheibenzuganlage
- 1900 Aufstellung eines Expeditionskorps durch Feldmarschall Graf Waldersee für den China-Feldzug
- 1904 Versuch der Bildung einer Landgemeinde Lockstedter Lager unter Abtrennung von Teilen Lohbarbeks und Winseldorfs gescheitert,es bleibt beim fiskalischen Gutsbezirk Lo-La
- 1905 Einrichtung eines Feldflugplatzes für Luftschiffe zur Beobachtung des Artilleriefeuers
- 1912 Einweihung des Soldatenheims, ermöglicht durch Spenden des Norddeutschen Jünglingsbundes der ev. Kirche, Architekt Fritz Höger, Erbauer des Chile-Hauses in Hamburg
Errichtung der Lageruhr in der Gravelottestraße
(heute Finnische Allee) in Höhe der Abzweigung zur Helgolandstraße
- 1915 höchste Belegungszahl des Lagers: 20000 Soldaten und 5000 Pferde
Eintreffen der ersten finnischen Freiwilligen zur militärischen Ausbildung unter Major Maximilian Bayer
- 1919 Schließung des Schießplatzes aufgrund der Versailler Verträge, Durchgangslager für heimkehrende deutsche Kriegsgefangene, Flüchtlinge und Ausgewiesene aus den deutschen Ostgebieten sowie Baltikumskämpfer des deutschen Freikorps in Lettland, Unterkunft in 48 Fliegerhallen mit Runddach
- bis 1924 Einrichtung von 119 Siedlerstellen (15 bis 16 ha)Siedlergenossenschaften Bromberg in Bücken, Thorensberg in Ridders, Württemberg in Springhoe, zusammengeschlossen im Siedlungsbund Lo-La e. V., das Barackenlager bleibt als Restgutsbezirk bestehen.
- 1936/1937 Sanierung der Landwirtschaft durch Verkleinerung der Zahl der Höfe, nun ca. 20 ha groß
- 1927 Errichtung der Landgemeinde Lockstedter Lager gemäß Urkunde des Preußischen Staatministeriums, die ersten noch im selben Jahr gewählten Gemeindevertreter: Dieckmann (Springhoe),
Sievers (Lohmühle),
Backhaus (Ridders),
Drews (Lo-La),
Steffens (Bücken),
Weingang(Springhoe) und
Herold (Hohenfiert)
- 1925 Einrichtung einer Geländesportschule in den Räumen des Hotels Kaiserhof, Leiter zeitweise
Hauptmann a. D. Selle, der NSDAP nahestehend, 1931 von der SA übernommen, 1934 nach Leck verlegt
- 1928 Niederlassung der Bürstenfabrik Schmidt und einer Zweigstelle der Itzehoer Netzfabrik
- 1934 Einrichtung eines Hilfswerklagers und Berufsschule der SA zur beruflichen Qualifikation (metallverarbeitende Berufe) und ideologischen Beeinflussung (1938 1100 Teiln.)
- 1938 Bau der Heeresmunitionsanstalt (Muna) für 400 bis 500 Beschäftigte, bis Kriegsende ca. 4000
ab 1944 Zielort von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten
- 1946 Neuanfang der pharmazeutischen Fabrik Pohl und Boskamp aus Danzig
- 1949 Neuanfang der Sturmlaternenfabrik Hermann Nier KG aus Sachsen
- 1956 Umbenennung des Ortes in Hohenlockstedt mit Zustimmung des schleswig-holst. Innenministers
- 1959 Hohenlockstedt wird Garnisonsgemeinde durch Verlegung der Heeresfliegerstaffel 814 aus Celle
- 1965 Fertigstellung und Einweihung der evangelischen Kirche in der Finnischen Allee
- 1973 Freundschaftsvertrag mit der Stadt Lapua in Finnland
- 1975 Schließung der Bahnlinie Itzehoe – Wrist
- 1984 Stilllegung des Wasserturms
- 1990 Partnerschaft mit der Stadt Dargun in Mecklenburg-Vorpommern
- 1994 Gründung des Vereins für Kultur und Geschichte
von Hohenlockstedt e. V.
- 1996 Eröffnung der neuen Gemeindebücherei am Markt
- 1998 Einweihung der 1997 neu errichteten Lageruhr in der Breiten Straße
- 2002 Eröffnung des Ortsmuseums am Wasserturm
- 2004 Auflösung des Heeresfliegerregimentes 6
- 2007 Sanierung des Wasserturms und Eröffnung als Aussichtsturm
Einige Daten zur heutigen Gemeinde:
6300 Einwohner, 45 qkm groß, 3 Schulen,3 Kindergärten, über 50 Vereine u. Verbände,Volkshochschule, 4 Feuerwehren